Aufstieg in die 1.Liga - Handballclub Romanshorn (HCR)

Home
Verein
Teams
Sponsoren
Archiv
Saison 09/10
Saison 08/09
Saison 07/08
 - Aufstieg
 - Weekend
 - Schülerhandball
 - Vereinsanlässe
Saison 06/07
Saison 05/06
Saison 04/05
Saison 03/04
Vorlagen
Links
Kontakt

Aufstieg in die 1.Liga

Bildarchiv vom Aufstieg

HC Romanshorn steigt sensationell in die 1. Liga auf

Der HC Romanshorn gewinnt auswärts das Rückspiel des 2.Liga-Meisterschafsfinals gegen die SG Gelb-Schwarz/Kadetten Schaffhausen mit 30:25 (Hinspiel 22:20) und steht damit als Regionalmeister und Aufsteiger in die 1. Liga fest. In einem über weite Strecke engen Spiel hatte Romanshorn den Vorteil, auf einen breiteren Kader zurückgreifen zu können.

Der HC Romanshorn wurde allgemein als grösster Aussenseiter der vier Halbfinalisten gehandelt. Auch nach dem Sieg gegen den erstgenannten Aufstiegskandidaten Frauenfeld im Halbfinal und dem knappen Hinspielerfolg gegen Schaffhausen zweifelten noch viele an der Qualität der Thurgauer Mannschaft. Doch auch im Finalrückspiel war man in der Lage, den Gegner mit der richtigen Taktik und einer kämpferischen Einstellung in die Knie zu zwingen.

Das Heimteam erwischte den besseren Start. Nachdem der HCR das erste Tor des Spiels erzielt hatte, übernahmen die Schaffhauser das Zepter und gingen schnell mit zwei Toren in Führung. Die Gastgeber stellten auf den Romanshorner Topscorer Schneider eine Spezialbewachung ab. Dies eröffnete den Gästen im Angriff zwar viel Platz; zu nutzen vermochte man diesen vorerst jedoch nicht. In der Verteidigung agierten die Romanshorner wie schon im Hinspiel und deckten zwei Schaffhauser Aufbauer eng, sodass diese nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen konnten. Mit der Zeit schien diese Massnahme zu fruchten und auch im Angriff stellte man sich je länger je besser auf die Manndeckung ein. Namentlich Zeller führte den HCR in der ersten Halbzeit mit tollen Würfen wieder an den Gegner heran. Das Spiel verlief in der Folge ausgeglichen und die Mannschaften gingen mit einem Remis in die Pause. Dort musste das Fanionteam des HC Romanshorn eine Hiobsbotschaft entgegennehmen. Zeller verletzte sich kurz vor der Pause so schwer, dass für ihn die Partie zu Ende war. Damit verloren die Thurgauer den tragenden Akteur der ersten Hälfte.

Die zweite Halbzeit begann aus Romanshorner Sicht, wie sie schlechter nicht hätte beginnen können. Eine frühe 2-Minuten-Strafe führte dazu, dass der an diesem Abend überragende Schaffhauser Topscorer Boll dreimal hintereinander in gute Schussposition gebracht werden konnte und den Ball sicher versenkte. Hinzu kam, dass die Gäste in Unterzahl kein Tor zustande brachten. So führten die Schaffhauser schon früh mit drei Toren und konnten kurz darauf diesen Vorsprung sogar auf vier Treffer ausbauen. Danach fing sich der HCR wieder und begann das Tempo zu forcieren. Der Rückstand wurde wieder verkleinert. Er pendelte sich bei einem bis zwei Toren ein. Das Spiel stand auf Messerschneide. Die jungen Romanshorner liessen sich vom nun zum Greifen nahe liegenden Aufstieg nicht beirren und spielten ihr Spiel konsequent weiter. Auf der Gegenseite begannen bei den routinierten Schaffhausern die Nerven zu flattern. Immer mehr Schüsse wurden nicht im Tor untergebracht, was jedoch auch auf den in der Schlussphase zur Höchstform auflaufenden Torwart Hubmann zurückzuführen war. So übernahmen die Gäste zehn Minuten vor dem Ende die Führung und bauten diese nun kontinuierlich aus. Der Favorit verlor komplett den Faden und stemmte sich nicht mehr gegen die Niederlage. Der HC Romanshorn verwirklichte den Traum des ganzen Vereins und wird in der nächsten Saison in der 1. Liga spielen.

Wo liegen die Gründe für diese Überraschung? An erster Stelle muss die von HCR-Trainer Vulovic gewählte Taktik in den Aufstiegsspielen erwähnt werden. Die besten Spieler der Frauenfelder und Schaffhauser wurden eng gedeckt und so ihr gewohntes Spiel vernichtet. Zudem hatten die Romanshorner mit Schneider den wohl besten und komplettesten Spieler der 2. Liga in ihren Reihen. Er war auch während der Aufstiegsrunde stets auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit. Die Ausgeglichenheit im Romanshorner Kader wurde stets bemängelt. Im Final hat man gesehen, dass diese gegen Ende der Saison zur Stärke geworden ist. Vor allem im Aufbau verfügt der HCR über verschiedene Spieler, die in einer Partie fünf bis sieben Tore erzielen können. Im Vergleich zu Schaffhausen und Frauenfeld, wo aus der zweiten Reihe fast nichts mehr kam, vermochten die Romanshorner stets nachzulegen. Und „last but not least“ sind der Teamgeist und die Kämpferqualität der Thurgauer zu nennen. Das Team hält stets zusammen und hat im Gegensatz zu früheren Jahren keine Hitzköpfe mehr in der Mannschaft. Schlussendlich gehört auch immer Glück dazu. Allerdings ist und war Romanshorn in beiden Aufstiegsspielen die bessere Mannschaft und hat den Regionaltitel verdient gewonnen.

Für Romanshorn spielten: R. Hubmann, D. Fuss; C. Brunner, D. Hasler, R. Himmelberger, P. Hungerbühler (5), D. Huntenburg, C. Müller, E. Raggenbass, L. Raggenbass (6), L. Rüegge (3), S. Schneider (7/3), G. Silecchia (3), C. Zeller (6)

Resultat: 30:25 (13:13) Hinspiel: 22:20 (6:8)

Geschrieben von Lukas Raggenbass

 

 

 
© 2010 Handballclub Romanshorn – Realized by Mirabit Web & IT Solutions